Wenn Tropfen nicht gleich Tropfen ist

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Flüssige Arzneiformen wie Säfte oder Tropfen bieten sich besonders bei Kindern an. Denn je nach Alter können die kleinen Patienten feste Arzneiformen wie Kapseln oder Tabletten noch nicht schlucken. Außerdem lassen sich Säfte und Tropfen individuell dosieren. So erhalten Kinder die benötigte Arzneistoffdosis abhängig von ihrem Alter und Gewicht. Verschiedene Applikationshilfen erleichtern die Verabreichung der richtigen Arzneimittelmenge.

Die Hersteller von Tropfen versehen die Flaschen meist mit einem sogenannten Zentraltropfer oder einem Randtropfer. Für die richtige Dosierung ist die sachgerechte Handhabung des jeweiligen Tropfers ausschlaggebend. Hält ein Patient beispielsweise die Flasche falsch, weichen die abgemessenen Tropfen teils erheblich vom Soll-Volumen der Tropfen ab. Die beiden Tropfeinsätze unterscheiden sich grundsätzlich in ihrem Aufbau. Zentraltropfer bestehen aus zwei kleinen Röhren: Aus dem zentralen Röhrchen fließen die Tropfen, daneben ragt ein Lufteintrittskanal in die Arzneistofflösung, der zur Belüftung dient. Zentraltropfer müssen immer senkrecht gehalten werden (also eben nicht wie auf dem Bild zu sehen ist), sonst wird die Abtropffläche zu klein. Diese ist jedoch ausschlaggebend für das Volumen beziehungsweise die Größe der Tropfen. Infolge kommt es zu einer Unterdosierung.

Manchmal behindert etwas Flüssigkeit im Belüftungskanal, dass der Zentraltropfer richtig funktioniert, zum Beispiel wenn die Flasche liegend gelagert oder zuvor geschüttelt wurde. Die Antropfschwierigkeiten kann der Patient beheben, indem er sanft auf den Flaschenboden tippt.

Auszug PTA Forum, Ausgabe 8/14 Applikationshilfen: Wenn Tropfen nicht gleich Tropfen ist